Rote Karos.
In jener Nacht bei Kerzenschein
Fielen rote Worte von meinen Fingern.
Im unsteten Licht hin- und hergeworfen
Doch einfach nicht zu leugnen.
Mein Kopf zu voll von ihnen,
Bis zum Platzen voll gefüllt.
Nur das Kratzen des Stiftes
Bezeugt die Rastlosigkeit.
Von Lachen und Weinen in Herz und Kopf,
Vom Mitleid und Kummer bei dir,
Bei mir der Katalysator in Worten
Rot auf kariertem Papier.
Wenig zu tun als nur den Stift zu halten
Und ihn unmutig über das Papier zu führen.
In Hoffnung, dass der Worte Flüsse
Bald ruhigere Gewässer spüren.
Von Reim und Vers stets keine Spur,
Zu sprudelnd die Gedanken.
In Reih und Glied würden sie fallen
Und mit ihnen der ganze Sinn verhallen.
Krampf in Kopf und müde Augen
Führen zur Kapitulation.
Doch tief in meiner Seele
Braust das Leben weiter.
Bdx, 3.2.06
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