“Was kannst du eigentlich??”, schrie er sie an, als er den Wagen ruckartig auf den Parkplatz der verlassenen Raststätte lenkte. „Nur die Karte lesen, mein Gott!!! Mehr solltest du nicht tun!!“ Sie rutschte immer tiefer in ihren Sitz, die Augen nach unten gerichtet, um möglichst jeden Blickkontakt mit ihm zu vermeiden. Eine Kuh, die neben der Raststätte bis dahin friedlich vor sich hin verdaute, schreckte auf, als er aus dem Auto sprang und die Tür mit einem lauten Knall zuschlug. Auch die Frau auf der Beifahrerseite zuckte zusammen und fing an, nervös auf ihren Lippen zu kauen. Sie sah ihm zu, wie er auf und ab lief, wild gestikulierend, in Gedanken wahrscheinlich sie anschreiend. Seine Haare waren plattgedrückt, wo sie sonst munter abstanden, und seine Augen drückten gleichzeitig Wut und Müdigkeit aus. Ihre Hand berührte den Stoff der Tasche, die er vor einer Stunde zu ihren Füßen gelegt hatte. Sie dachte kurz darüber nach, aber verwarf den Gedanken.
Auf einmal stand er neben ihrem Fenster und riss die Tür auf, so heftig und unerwartet, dass sie befürchtete, ihr Herz hätte für einen Augenblick aufgehört zu schlagen. Die Landkarte, die auf ihrem Schoß lag, fiel herunter, als er sie brutal aus dem Auto zog. Sie stolperte die ersten Schritte und glaube, das Gleichgewicht zu verlieren, doch sie fing sich rechtzeitig genug, um den ersten Schlag in ihr Gesicht entgegen zu nehmen. Der Reißverschluss ihrer offenen Winterjacke schrammte am Lack des Autos entlang, als sie nach hinten taumelte. Der zweite Schlag presste sie an das Auto und dicke Kratzer gruben sich in die metallene Hülle. Sie wartete auf den dritten Schlag, doch er kam nicht. Langsam begann sie, den Schmerz zu spüren, wie er sich über ihr Gesicht ausbreitete. In ihrem Kopf rauschte es. Sie sah in weiter Entfernung hinter seiner linken Schulter einen Hasen auf der Wiese und beschloss gerade, dass dieses Bild absurd wirkte, als der dritte Schlag sie traf. Sie sank neben der offenen Beifahrertür auf den Boden. Kleine Steine bohrten sich durch den dünnen Stoff ihrer schwarzen Hose, doch das war nichts im Vergleich zu dem Feuer, das in ihrem Gesicht loderte. Eine Hasstirade prasselte nun anstatt der Fäuste auf sie nieder, doch in ihrem Kopf dröhnte es so laut, dass seine Worte nicht zu ihr durchdrangen. Schließlich ließ er von ihr ab und stampfte mit großen und gewalttätigen Schritten in Richtung der Wiese. Der Hase hatte sich bereits in Sicherheit gebracht, schoss ihr durch den Kopf.
Sie atmete auf. Die Aufregung des Tages und sein Wutausbruch trugen dazu bei, dass ihre Beine derart zitterten, dass sie fast froh war, sich auf dem Boden zu wissen. Durch die geöffnete Autotür fiel ihr Blick erneut auf die Tasche mit dem Gecko-Zeichen, die im Fußraum stand. Ohne aufzustehen streckte sie ihren Arm aus und tastete nach dem Reißverschluss. Langsam zog sie ihn auf, während sie ihn weiter beobachtete. Noch immer stand er dort, abgewandt von ihr. Als er sich schließlich wieder zu ihr herumdrehte, saß sie nach wie vor an das Auto gelehnt vor der geöffneten Tür. Seinem Blick entging der geöffnete Reißverschluss. Seine Füße waren bereits wieder geballt, die Knöchel geschwollen von den Schlägen.
Sie sah seinen Tritt kommen, doch tat nichts, um ihm zu entkommen. Stattdessen ignorierte sie den stechenden Schmerz. Ein Knall ließ ihn zusammenzucken. Überrascht blickte er sie an und sackte dann in sich zusammen, während das Blut unkontrolliert aus der Wunde spritzte. Langsam stand sie auf, stieg über ihn hinweg und legte die Pistole zurück in die Tasche mit den Geldbündeln und den beiden Sturmmasken. Dann ging sie um das Auto herum. Sie stieg auf der Fahrerseite ein, startete den Motor und verließ ihn.
Auf einmal stand er neben ihrem Fenster und riss die Tür auf, so heftig und unerwartet, dass sie befürchtete, ihr Herz hätte für einen Augenblick aufgehört zu schlagen. Die Landkarte, die auf ihrem Schoß lag, fiel herunter, als er sie brutal aus dem Auto zog. Sie stolperte die ersten Schritte und glaube, das Gleichgewicht zu verlieren, doch sie fing sich rechtzeitig genug, um den ersten Schlag in ihr Gesicht entgegen zu nehmen. Der Reißverschluss ihrer offenen Winterjacke schrammte am Lack des Autos entlang, als sie nach hinten taumelte. Der zweite Schlag presste sie an das Auto und dicke Kratzer gruben sich in die metallene Hülle. Sie wartete auf den dritten Schlag, doch er kam nicht. Langsam begann sie, den Schmerz zu spüren, wie er sich über ihr Gesicht ausbreitete. In ihrem Kopf rauschte es. Sie sah in weiter Entfernung hinter seiner linken Schulter einen Hasen auf der Wiese und beschloss gerade, dass dieses Bild absurd wirkte, als der dritte Schlag sie traf. Sie sank neben der offenen Beifahrertür auf den Boden. Kleine Steine bohrten sich durch den dünnen Stoff ihrer schwarzen Hose, doch das war nichts im Vergleich zu dem Feuer, das in ihrem Gesicht loderte. Eine Hasstirade prasselte nun anstatt der Fäuste auf sie nieder, doch in ihrem Kopf dröhnte es so laut, dass seine Worte nicht zu ihr durchdrangen. Schließlich ließ er von ihr ab und stampfte mit großen und gewalttätigen Schritten in Richtung der Wiese. Der Hase hatte sich bereits in Sicherheit gebracht, schoss ihr durch den Kopf.
Sie atmete auf. Die Aufregung des Tages und sein Wutausbruch trugen dazu bei, dass ihre Beine derart zitterten, dass sie fast froh war, sich auf dem Boden zu wissen. Durch die geöffnete Autotür fiel ihr Blick erneut auf die Tasche mit dem Gecko-Zeichen, die im Fußraum stand. Ohne aufzustehen streckte sie ihren Arm aus und tastete nach dem Reißverschluss. Langsam zog sie ihn auf, während sie ihn weiter beobachtete. Noch immer stand er dort, abgewandt von ihr. Als er sich schließlich wieder zu ihr herumdrehte, saß sie nach wie vor an das Auto gelehnt vor der geöffneten Tür. Seinem Blick entging der geöffnete Reißverschluss. Seine Füße waren bereits wieder geballt, die Knöchel geschwollen von den Schlägen.
Sie sah seinen Tritt kommen, doch tat nichts, um ihm zu entkommen. Stattdessen ignorierte sie den stechenden Schmerz. Ein Knall ließ ihn zusammenzucken. Überrascht blickte er sie an und sackte dann in sich zusammen, während das Blut unkontrolliert aus der Wunde spritzte. Langsam stand sie auf, stieg über ihn hinweg und legte die Pistole zurück in die Tasche mit den Geldbündeln und den beiden Sturmmasken. Dann ging sie um das Auto herum. Sie stieg auf der Fahrerseite ein, startete den Motor und verließ ihn.
1 Kommentar:
Diese Geschichte entstand aus dem Facebook-Aufruf, Begriffe zu schicken, aus denen ich eine Geschichte stricken kann. Die Begriffe waren: Marmelade, Autobahn-Raststätte, Kuh, Hausdorff-Raum, Urlaub, Gecko, Marathon bei Mondschein, „Du spritzt total unkoordiniert“, Landkarte, Quadrant, Meer, Wind, Navigation, Küchenmaschine, Winterjacken, Gummibärchen, Bonn, Washington, Rheinland, Hamburg, Kiel.
Dazu gab es folgende Bilder als Anregungen:
http://m.flickr.com/#/photos/miriess/6160149387/
http://m.flickr.com/photos/miriess/6160506377/
http://m.flickr.com/#/photos/miriess/6160466765/
Nicht alles fand hier Verwendung - siehe dazu auch die zweite Geschichte "Es war so ein Tag" sowie die Geschichte, die Sonja in ihren Blog veröffentlicht hat: http://seelengestalten.blogspot.de/
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